Ziel und Zweck der Zuchtgemeinschaft

 

Die ZG - der Verein:

1960 begann Julius Wipfel, aus den Rassen Chow-Chow und Wolfsspitz die Ahnen unserer heutigen Eurasier zu züchten. Diese Wolfs-Chows, wie er die entstehende Rasse nannte, sollten die besten Eigenschaften der Ausgangsrassen in sich vereinen. Wipfels ehrgeiziges Ziel war nichts Geringeres als ein idealer, in die Zeit passender Familienhund. Als Anfang der 70er Jahre der allzu kleine Gründerstamm dringend Frischblutzufuhr brauchte, entschlossen sich die ersten Züchter um Julius Wipfel, einen Samojeden einige Male als Deckrüden einzusetzen.

„Unter den Pionieren der ersten Stunde fiel eine Persönlichkeit besonders auf: Charlotte Baldamus war nicht nur wie andere Idealisten fasziniert von Wipfels Traum vom idealen Hund. Sie brachte außerdem enormes Fachwissen mit und bewies bemerkenswertes Gespür bei der Auswahl der Zuchttiere. Aus ihrem Zwinger „vom Jägerhof" sind nicht nur die Ahnen unserer ZG, der Zuchtgemeinschaft für Eurasier sondern auch die meisten aller regulär gezüchteten Eurasier hervorgegangen. 1970 hatten über 90% der Eurasier Jägerhof-Eltern oder Großeltern.

„Über das gemeinsame Ziel war man zwar einer Meinung, über den Weg dorthin aber gab es erhebliche Differenzen. Die Meinungsverschiedenheiten führten letztendlich dazu, dass sich 1973 die Gemeinschaft der Eurasierzüchter in zwei Lager spaltete – hier Baldamus und ihre Anhänger, dort Wipfel und seine Gefolgsleute. Schließlich ließ sich Charlotte Baldamus von dem Biologen und Lorenz-Schüler Dr. Werner Schmidt davon überzeugen, ihre Zuchtarbeit in einem eigenen Verein fortzusetzen. Ein Grüppchen von 12 Gleichgesinnten gründete am 04. August 1973 in Gaggenau/Mittelberg die Zuchtgemeinschaft für Eurasier e. V.

Was damals noch völlig undenkbar schien, ist heute zum Glück Normalität geworden: Heute arbeiten unterschiedliche nationale und internationale Eurasiervereine konstruktiv zusammen.