Zum Tode unseres 1. Vorsitzenden, Herrn Jürgen Wittstruck

 

 

Zum Tode unseres 1. Vorsitzenden, Herrn Jürgen Wittstruck  
    

Jürgen Wittstruck hat uns nach kurzer, schwerer Krankheit am 19.07.2004 für immer verlassen. Das trifft uns besonders hart und unerwartet, da er sein Amt bis vor wenigen Wochen noch in vollem Umfang ausübte und entsprechend enge persönliche Verbindungen bis zum Schluss bestanden. Unsere besondere Anteilnahme gilt seiner Frau Andrea und seiner ganzen Familie.

Familie Wittstruck wurde 1977 Mitglied der Zuchtgemeinschaft für Eurasier, als sie ihren ersten Eurasier Voslim vom Jägerhof bei Frau Baldamus abholen durfte. Als interessierte Mitglieder haben sie alle süddeutschen Treffen und Veranstaltungen besucht und waren auch von jeher gern gesehene Gäste auf dem Jägerhof. Wie hoch das Ansehen bei Frau Baldamus war, kann man daran ermessen, dass sie ihnen ihre letzten beiden Hunde vor ihrem Tod übergab. Herr Wittstruck zählte auch zu dem sehr kleinen Personenkreis, der Frau Baldamus in ihren letzten Tagen in der Klinik besuchen durfte.

Diese enge Bindung an den Jägerhof ließ Herrn Wittstruck mit seiner Gattin auch in den Kreis der aktiven Mitarbeiter der Zuchtgemeinschaft eintreten. Im Oktober 1991 wurde Herr Wittstruck zum Geschäftsführer der ZG gewählt. Das Amt hatte er inne, bis er 1995 zum 1.Vorsitzenden der Zuchtgemeinschaft gewählt wurde; vier Mal wurde er wieder gewählt.

Herr Wittstruck war ein überzeugter Förderer der vereinsübergreifenden Zusammenarbeit und somit kein Unbeteiligter bei der Gründung der IFEZ, deren Präsidentschaft er von 2001 - 2003 turnusmäßig inne hatte.

Es war seine Stärke mit nüchterner und sachlicher Gelassenheit an seine Aufgaben heranzugehen - und das nicht ohne Weitblick und eine gehörige Portion Humor. Hochfliegende Pläne ohne Zukunftsperspektiven waren nie seine Sache, wohl aber solide, zukunftsweisende Ideen.

Eine gute und harmonische Zusammenarbeit zwischen Vorstandschaft, Zuchtausschuss und den Aktiven war ihm immer wichtig. So schaffte er es alle Aktiven in wichtige Entscheidungen mit einzubeziehen und diesen den gleichen Wissensstand zu vermitteln. Auf diese Weise schuf er eine tragfähige Vertrauensbasis, die sich auch in hohem Maße auf unsere Mitglieder übertragen hat. Unsere ZuchtGEMEINSCHAFT war ihm Aufgabe und Ziel.

Im vorletzten Heft der EN schrieb Jürgen Wittstruck in seinem Leitartikel bezüglich geänderter Termine unter anderem: "Aber manchmal kommt halt etwas dazwischen und dann müssen wir umdisponieren". Wer seinen trockenen Humor kannte, ist geneigt darin eine Andeutung, eine bittere Vorahnung zu erkennen. Doch aus seiner Verabschiedung zum zweiten Klinikaufenthalt klang Hoffnung in der Stimme. In den letzten Eurasiernachrichten, in der Einladung zur Hauptversammlung 2004 hoffte er noch " ... auf ein zahlreiches Wiedersehen oder Kennen lernen am Elbestrand". Den Wunsch auf ein Wiedersehen können wir ihm in dieser Welt nun nicht mehr erfüllen. Uns bleibt nur die Trauer und die Erinnerung an einen geschätzten, guten Freund und Mitstreiter, der seine Freizeit ein halbes Leben lang fruchtbar in den Dienst der Zuchtgemeinschaft gestellt hatte - einfach so - aus reiner Freude an der Rasse Eurasier.

Für die Aktiven der Zuchtgemeinschaft für Eurasier e.V.

Friedbert Krämer

- 2. Vorsitzender -