K - wie Katze

Katze und Hund


„Katzen und Hunde können sich gar nicht verstehen, weil sie die Körpersprache des anderen missverstehen." So oder ähnlich wird man von allen Seiten gewarnt, wenn man seine Absicht mitteilt, Hund und Katze zu vergesellschaften. Tatsache ist, dass sowohl Katzen als auch Hunde hochintelligent sind und sich ohne weiteres auf artfremde Signale einstellen können. Könnten sie es nicht, wäre ein enges Zusammenleben mit uns Menschen gar nicht möglich: In den Augen unserer vierbeinigen Mitbewohner ist unsere Körpersprache erst mal unverständliches Kauderwelsch. Doch Katz und Hund lernen zu deuten, zu assoziieren und schließlich zu verstehen. Genauso, wie beide schließlich unsere Körpersprache verstehen, lernen sie auch, sich gegenseitig zu verstehen. Den Weg zum Burgfrieden lässt sich mit ein paar Tricks verkürzen:

 

• Ist die Katze der schwächere Part, sollte sie unbedingt einen hundefreien Rückzugs-ort haben. So ein Katzen-Schonraum lässt sich leicht mit Hilfe eines Kindergitters schaffen. Hund und Katz können sich durch das Gitter zwar riechen und vor allem sehen, aber die Katze bestimmt, wie nah ihr der Hund kommen darf.

 

• Die Katze sollte unbedingt in hundesicherer Höhe gefüttert werden – und zwar, bevor der Hund seine Mahlzeit bekommt. Der kleine Hund lernt: „Dieser seltsame kletterfähige Hund muss verflixt ranghoch sein, wenn ihn die Rudelchefs zuerst bedienen."

 

• Schon ein Welpe kann lernen, dass es zwar in Ordnung ist, hinter der Katze herzugehen, dass Hinterherrennen aber absolut tabu ist. Das kann zwar bedeuten, dass der Kleine in der Wohnung ein paar Wochen lang nur mit Schleppleine unterwegs ist, aber das gute Einvernehmen von Hund und Katz ist diese Mühe wert. Rennt der Kleine los, bekommt er ein tiefes, strenges „Nein!" zu hören, gefolgt von einem Leinenstopper. Bleibt er daraufhin (notgedrungen) stehen, wird er gelobt, als sei er nobelpreisverdächtig. Da Eurasier bekanntermaßen schnell lernen, wird er im Nu heraushaben, dass ihm Zurückhaltung gegenüber der Katze die Bewunderung des ganzen Menschenrudels einbringt.

 

• Betrachtet sich aber die Katze als Boss, hilft nur strenges Bewachen und notfalls Drohfauchen seitens des Menschen, falls sie sich zum Angriff rüsten sollte. Zur Beruhigung: Der Typ Kampfkatze kommt selten vor. Die meisten Katzen finden einen Welpen zwar zunächst lästig und halten ihn mit Drohmimik auf Abstand, belassen es aber bei Backpfeifen mit eingezogenen Krallen. – Unterschiedliche Körpersprache hin oder her: Was eine fauchende Katze „sagt", versteht ein Welpe im Nu und ohne Dolmetscher. Fortan wird er mit abgewandtem Blick und quasi mit hochgeschlagenem Mantelkragen an der Katze vorbeihuschen.