C - wie Chow Chow

Der Chow Chow - eine der drei Ausgangsrassen des Eurasiers – gehört zu den ältesten Hunderassen überhaupt. Schon vor 3000 Jahren berichteten Chronisten von einem stämmigen, löwenartigen Hund mit blauer Zunge, durchgedrückten Hinterbeinen und derbem Fell. Vermutlich haben Mongolen den eigenartigen Hund nach China mitgebracht.

Chow-Chows hatten im kaiserlichen China ungemein vielseitige Aufgaben. Während die Kaiserinnen ihre Pekinesen hätschelten, umgaben sich die Kaiser mit Chow-Chows. Ein Herrscher der Tang-Dynastie soll sogar eine Crew aus 10.000 Jägern mit 5000 Chows in Diensten gehabt haben. Im weniger herrschaftlichen ländlichen Milieu wurden Chow-Chows als Schlitten- und Hütehunde eingesetzt, waren aber auch wegen ihres schönen, warmen Fells begehrt; und schließlich – schauerlicher Gedanke! – soll ihr Fleisch ausgesprochen delikat gewesen sein.

Chow-Chows sind bemerkenswerte Erscheinungen mit einem ebenso bemerkenswerten Charakter: Sie sind bekannt für ihre Eigenständigkeit, um nicht zu sagen ihre Eigenwilligkeit. Sie sind wachsam, aber keine Kläffer; Fremden begegnen sie mit äußerster Zurückhaltung, für „ihren" Menschen aber würden sie (fast) alles tun.