E - wie Eurasierzüchter

Ein Eurasierzüchter in der ZG hat mit Sicherheit viel Arbeit und viel Freude – Reichtümer allerdings wird er nicht ansammeln, denn Eurasierzucht ist reine Hobbyzucht.

Außerdem gibt es keine Zucht „auf Vorrat“, sondern möglicherweise sogar gewisse Wartezeiten, bis Ihr Wunschhundekind endlich bei Ihnen einziehen kann.

Bevor ein erster Wurf geplant werden kann, muss zunächst die Zuchtstätte, also die Wohnung und der Garten des künftigen Züchters für gut befunden werden. (Im 10. Stock eines Hochhauses gibt es keine Eurasierwelpen!) Schließlich sollen die Welpen unter idealen Bedingungen mit engem Kontakt zu ihren Betreuern heranwachsen und alles kennen lernen, was ein Hundekind braucht, um für sein weiteres Leben vorbereitet zu sein.

Jede Verpaarung wird, gestützt auf eine umfangreiche Datenbank, sorgfältig geplant. Dabei werden möglichst viele Informationen, auch über mehrere Generationen und weitläufigere Verwandtschaft, zu Rate gezogen. Gesundheit und Wesen der potentiellen Elterntiere spielen dabei die Hauptrolle. Die Zuchttauglichkeit jedes einzelnen Tieres wird genauestens überprüft, auch Aussehen und Verhalten wollen berücksichtigt sein (Ankörung).

 

"Nicht eine einheitliche Veredelung des Erscheinungsbildes

sondern Verhaltenseigenschaften sind die Richtschnur der Zucht",

 

Diese Maxime hatte schon Erik Zimen vor 20 Jahren aufgestellt (Der Hund, München 1992, S. 184), und so gilt es auch heute noch in der seriösen Eurasierzucht. Das beschert uns die Bandbreite im Verhalten unserer Eurasier und auch die variablen Farbschläge.

 

Wundern Sie sich nicht, wenn Sie als Welpeninteressent zunächst „auf Herz und Nieren“ geprüft werden – von der zentralen Welpenvermittlung ebenso wie vom Züchter selbst –, denn die Fürsorge gilt in allererster Linie den Kleinen, die ja möglichst ihr ganzes Leben lang in einer Familie bleiben sollten. Der Züchter freut sich, wenn Sie ihren Welpen besuchen, ehe Sie ihn übernehmen. Sie können dann auch Mutter und Wurfgeschwister kennen lernen und alle Fragen stellen, die Sie auf dem Herzen haben.

 

Ein regelmäßiger Kontakt zwischen den neuen Besitzern, dem Züchter und anderen Aktiven der Zuchtgemeinschaft (z.B.Zuchtwarten) ist auf jeden Fall sehr wünschenswert, um eine weitere Betreuung und in Zweifelsfällen auch Beratung möglich zu machen.  Zudem trennt sich ein echter Züchter nur schwer von jedem einzelnen Welpen – er freut sich also riesig, wenn er hört, wie gut sich seine „Kinder“ in der großen weiten Welt machen …