B-Tal der Mühlen Woche 2

 

B-Wurf vom Tal der Mühlen – 2. Woche

 

Vielleicht täusche ich mich ja, aber es kommt mir so vor, als könnte der helle Rüde mal ein konsequentes Herrchen oder Frauchen vertragen. Um an die begehrte Quelle zu gelangen, setzt er sich ziemlich rabiat gegen seine Geschwister durch und schubst öfter mal jemanden zur Seite. Außerdem beschwert er sich lauthals, wenn ihm etwas nicht passt. Aber auch unser Kleiner lässt sich nicht die „Butter vom Brot“ nehmen. Wenn der einmal angedockt hat, hält er fest, da sollen sich die größeren Brüder und Schwestern eben eine andere Zitze suchen!
Jetzt allerdings herrscht gerade Friede, Freude, Eierkuchen. Wenn man sich abgestrampelt hat und so richtig müde ist, ist jedes Kopfkissen recht.

 

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Dann kommt die Wurferstbesichtigung!
Während Chica das ganze Procedere mit Argusaugen verfolgt, wird jedes der Kleinen einzeln und genau angesehen und geprüft: Fellfarbe, Schwanzlänge, eventuelle Abzeichen, Zunge, Krallen, usw.
Alles in Ordnung. Alle lassen sich mehr oder weniger ruhig auf den Arm nehmen und ansehen, sind aber ganz offensichtlich froh, wenn sie wieder in der Wurfkiste abgesetzt werden. und dann wird erst einmal ausgiebig getrunken und – weitergeschlafen.
Das tun sie ja ohnehin bis zu 23 Stunden am Tag.

 

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woche2 bild3 Das sieht doch aus, als müsste hier der Tierschutz eingreifen: So viele Welpen in einer Ecke zusammengepfercht! Aber das machen sie alles in Eigenregie.     

 

Und dann ist auch die zweite Woche geschafft.

Ein neuer Lebensabschnitt beginnt: Die Augen sind bei allen offen. Dunkelblau und verwaschen, wie auch bei neugeborenen Menschenkindern. Bis sie wirklich ihre Umgebung wahrnehmen können, dauert es noch ein paar Tage. Fotografieren lassen sich die geöffneten Augen auch nur mit etwas Glück, denn - richtig, meist sind sie zum Schlafen sowieso geschlossen.

Die Bewegungen wirken allmählich koordinierter, nicht jeder Versuch auf alle Viere zu kommen, endet mit einer Bauchlandung. Manchmal gelingen inzwischen sogar mehrere, wenn auch noch leicht wackelige Schritte.

Auch so etwas wie Gebell oder Knurren ist zu hören. Gefährlich klingt es aber nicht im Geringsten. Man übt wohl noch!

 

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Text und Bilder: Fam. Bülte

3Woche